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Betr. Werbeauftrag zum Aufbau im Rhein-Main-Gebiet

Nastätten gehört zum Kreiße St.Goarshausen, etwa halbwegs zwischen Rhein und Nahe, Lahn und Wisper, sowie zwischen den altbekannten Badeorten Ems und Schwalbach gelegen, ist es durch Bahn und Postauto gut zu erreichen. Die Stadt selbst macht mit ihren zum Teil Jahrhunderte alten Giebelhäusern und kanalisierten, sauber gepflasterten und mit Bäumen bepflanzten schönen Straßen, einen überaus freundlichen Eindruck. Das Rathaus zeigt eine übliche Bauweise mit Schiefer gedeckte Giebelfelder und Dachreiter. Trotz der geringen Größe findet man hier gute Gasthäuser, die den Ansprüchen der Sommerfrischler und Touristen bei mäßigen Preisen in jeder weiße gerecht werden, und ebenso eine große Anzahl von Ladengeschäften. So angenehm dem Fremden der Aufenthalt in dem kleinen Städtchen im lieblichen Mühlbachtale ist, so erfrischend wirkt auf Herz und Lunge das schöne Schwimmbad im Walde und die prachtvolle, waldreiche Umgebung, die eine Fülle landschaftlichen Schönheiten in seltener Mannigfaltigkeit bietet. Über dem Mühlbachtale krezen sich die ozonreichen Düfte aus dem schönen Tannen-, Eichen- und Buchenwaldungen, die die Höhen weithin bedecken! die Wälder sind sehr Bildreich und liegen zum größeren Teil im Eigentume der Stadt /560 ha./ Nastättens Lage in einem tiefen Einschnitte des Hochplateaus im westlichen nach dem Rheine zu Schroff abfallenden Taunusgebirge an einem Gebirgsbache, bedingt schon an und für sich eine abgekühltere Temperatur, die auf Touristen und Ausflügler, die vom Rheine herkommen außerordentlich belebend wirkt und von ihnen wohltuend empfunden wird. Namentlich an heißen Sommertage, wenn in den Großstätten das glutstrahlende Steinmeer der Zäufer Straßen selbst die Nächte schwül und unerträglich macht, umfängt hier den Schläfer eine erquickende und nervenstählende Nachkühle. Auch ist die Geschichte reich von Nastätten, die Gründung erfolgte bereits im 3.- 5. Jahrhundert und so war es in jüngster Zeit unserer Generation welche als erste preußische Stadt bereits im Juni 1932. unseren Führer zum Ehrenbürger ernannte.

Der Aufbau eines neuen Deutschlands ist damit gegeben. Diese Aufgabe kann nur erfolgreich gelöst werden, wenn wir die Liebe zur Heimat, die Liebe zur Scholle pflegen, denn nur dann sind wir würdig des Dichterwortes: Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen!

start/akten/a364_01.txt · Zuletzt geändert: 2021/02/14 17:08 von admin